Hej 2018!

2017.

2017 und ich. Hassliebe & zu viel von allem. Anders könnte ich es nicht beschreiben. So viele tolle Dinge sind passiert, aber genau so zerrend war es.  Ich zog mit meinem Freund zusammen, wir richteten unser eigenes Zuhause ein, wurden Hundeeltern, flogen nach Spanien und stromerten durch Paris & Aarhus. Außerdem fing ich wieder mit einem alten Hobby an, fuhr mit Freunden ans Meer und gewann neue alte Freunde dazu. Gleichzeitig begann ich das letzte Theoriesemester meines Masterstudiums mit ordentlich Bauchweh, schrieb mindestens fünftausend Klausuren und Hausarbeiten und balancierte stets zwischen Nebenjob, Leben und Uni. Nebenbei fuhren wir noch mindestens zweimal die Woche zum schwedischen Möbelhaus, nur um dann festzustellen, dass eh noch was fehlt. Dazu kamen zwei Zahnoperationen, viele Tränen und die Frage, ob das alles wirklich so richtig ist. In der Mitte des Jahres fühlte ich mich nur noch verloren, bekam Schlafstörungen und versuchte lediglich noch den Alltag irgendwie zu meistern.Umso mehr schätzte ich die ruhige Weihnachtszeit, die Zeit die mein Freund & ich uns nahmen. Wir frühstückten jeden Adventssonntag ausgiebig und verweigerten alle Verpflichtungen, die nicht sein mussten.

Und genau all das war wichtig. Und im bestimmten Maß auch richtig für mich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, eine Wohnung einrichten kann – vor allem wenn man so perfektionistisch ist wie ich- anstrengend sein, aber dafür haben wir jetzt das gemütlichste Zuhause, das mir beim Betreten sofort dieses beruhigende Gefühl vermittelt.

Ja, das Studium war definitiv nicht die beste Wahl. Aber es ist okay. Ich habe durchgehalten und nicht aufgegeben. Mir fehlt nur noch eine große Präsentation und die Masterthesis, bis ich endlich stolz sagen darf einen naturwissenschaftlichen Masterabschluss zu besitzen.

Ja, reden hilft. Immer (!).

2018.

Silvester & Vorsätze waren noch nie meins. Aber ich mag es eine Entwicklung zu sehen, zu erkennen das man aus dem alten gelernt hat und nicht auf der Stelle tritt. Deswegen..

Ich will mir benötigte Pausen nehmen, zum verarbeiten, inne halten und wertschätzen.

Ich will lesen & wahrnehmen, statt Instagram zu aktualisieren.

Ich will noch mehr raus. Noch mehr Natur, mehr Luft, mehr laufen, mehr Elbstrand & toben mit dem Hundekind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist in Ordnung an sich selber zu zweifeln. Und auch mal alles blöd zu finden und aufgeben zu wollen. Und auch aufgeben ist eben eine Option, wenn man nicht mehr kann. Achtet auf euch, hört in euch rein. Lasst euch nicht überrennen, macht euch nicht kleiner als ihr seid. Seid gut zu euch. Habt ein tolles 2018!

-Rieke.

 

 

October Love

Okay. Es ist Herbst. So richtig. Offiziell. Über Hamburg ist der erste Herbststurm bereits gefegt, ich hab mich schon mit diversen Teesorten eingedeckt und auch die erste Erkältungswelle hab ich schon erfolgreich mitgenommen. – Ich liebe es! Wirklich. Jedes Jahr ab dem ersten September fange ich an jegliche Onlineshops nach den gemütlichsten Pullovern und Cardigans abzusuchen, hole die Deko aus dem Keller und sammle Kürbissuppenrezepte.

Für mich ist der Herbst da um zu entschleunigen. Um durchzuatmen. Alles ein bisschen ruhiger zu machen. Cocooning Season eben. Der Sommer ist zu leben und erleben da, um so viel wie möglich mitzunehmen, aber im Herbst, da ist es okay einfach zu hause zu bleiben, eine Serienstaffel pro Tag zu gucken und sich noch etwas tiefer in die Decke zu kuscheln.

Jedes Jahr habe ich einige Punkte, die ich einfach machen muss:

  • einen großen Spaziergang mit meinem Hund bei meinen Eltern zu hause. Ruhe, kühle Luft, viel Natur und ein kleiner glücklicherHund, der um mich herum springt.
  • neue Teesorten testen! Wie oben schon kurz geschrieben. Bisher ist u.a. der „Natürliche Abwehr“ von Yogi Tee eingezogen. Ich bin ein kleines Verpackungsopfer..
  • ein Gossip Girl Rewatch starten. Ich bin sogar schon dabei. Was soll ich sagen? Ich mag es. Nicht immer und ständig. Aber wenn, dann suchte ich komplett!
  • einen Flammkuchenabend in unserer Wohnung mit Cider, Wein und guten Freunden. Das ist unsere Tradition innerhalb meinem Freundeskreises, schon seit gefühlten fünftausend Jahren. Es ist selten geworden, aber immer wieder schön und so wichtig!

 

Habt einen tollen Tag,

-Rieke.

 

Oh, those autumn days..

Ich liebe Samstage. Es gibt nichts schöneres, als aufzuwachen und zu wissen, dass man jetzt nicht sofort unter die Dusche und zur Arbeit hetzen muss. Stattdessen gibt es frischen Kaffee, schmusen und die Lieblingsserie zum Frühstück. Was das ganze noch toppt? Regen. Wind. Bunte Laubblätter und ein wolkenverhangener Himmel.  Wirklich!

Heute morgen war das definitiv der perfekte Start in die zwei freien Tage, der Freund & ich waren später noch ein bisschen in der Stadt bummeln – wie circa 9036129 andere Menschen auch.. – und haben es uns jetzt gerade auf dem Sofa bequem gemacht. Falls jemand fragt, wie mein perfekter Samstag aussieht, das ist er. <3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Macht es euch gemütlich, kocht was schönes & genießt den Samstag – denn nichts entschleunigt besser.

-Rieke

 

 

Life Update / Oktober

Still ist es hier geworden!.. Zu Still, leider.

In den letzten Wochen ging es in meinem Leben etwas durcheinander – ich musste früher als geplant eine wichtige(und die letzte!) Klausur schreiben, zwischen durch noch die letzten Stunden in meinem alten Job abarbeiten und habe mein Forschungspraktikum angefangen.

Ihr merkt also – viel war los, aber langsam wird alles wieder ruhiger, Routine kommt rein und ich genieße einfach nur, keinen Spagat mehr zwischen Vorlesungen und Nebenjob machen zu müssen. Es ist noch total ungewohnt, nach der Arbeit nachhause zu kommen und keine Seminare mehr nacharbeiten zu müssen, aber gewöhnen könnte ich mich daran..

Ich hoffe, ihr hattet ruhigere Wochen und genießt die ersten Herbstwochen!

-Rieke

Mallorca – Prt 2

August 2017: konstant 21 Grad, immer wiederkehrende Regenschauer und tief hängende graue Wolken. Und als ich so aus dem Wohnzimmerfenster starrte fiel mir ein: Ich bin euch noch etwas schuldig! Den zweiten Part von meiner Mallorca Reise nämlich! Ihr wollt eine Portion virtuelle Sonne, Wärme und Palmen? Tadaa! Here you go:

Wir flogen von Bremen mit Ryanair nach Palma (Hallo Studentenbudget!) und mieteten schon in Deutschland ein Auto via OkRentACar für die ganzen 8 Tage. Wir waren mit der Autovermietung total zufrieden – aber laut Recherche ist das wohl seeehr unterschiedlich. Wenn ihr dort ein Auto mietet, gönnt euch auf jeden Fall die Vollkasko! In Mallorca sind die Straßen oft sehr klein und eng und auf den Serpentinen gibt es viel Steinschlag – oft wird jede Kleinigkeit angekreidet. Wir konnten am Abreisetag einfach unser Auto abstellen und gehen – Stresslevel 0, tschakka!

 

 

Nachdem wir das Auto abgeholt haben, sind wir auch schon direkt los Richtung Finka – und ich bin immer wieder überrascht, wie schön die Insel doch ist. Tatsächlich braucht man um quer über die Insel zu fahren maximal eine Stunde – also super für Tagesausflüge. In den 45Minuten fahrt, schaltete ich komplett auf Urlaubsmodus um. Es ist verrückt, wie schnell der Alltag vergessen ist und man anfängt sich komplett zu entspannen. An der Finka begrüßten uns vier Katzen, ein großer wilder Garten, der Blick auf das Tramatuna Gebirge und vor allem: Ruhe. Viel Ruhe.

 

 

 

 

What to do?

Wir nutzen die ersten Tage um durch das urische Pollenca zu streunen, in den kleinen Buchten zu baden und mit den schnurrenden Vierbeinern zu schmusen. Urlaub eben. Etwas, was man aber unbedingt sehen sollte, wenn man da ist: Die Drachenhöhlen in Porto Cristo. Ich bin oft skeptisch, was große touristische „Attraktionen“ angeht und eigentlich laufe ich spätestens bei dem Anblick von Reisebussen davon, aber selbst mich Skeptiker hat es total überzeugt. Tipp: Um langes Anstehen vor den Kartenschaltern zu vermeiden, haben wir sie online erworben und auf dem Handy gespeichert.

Die Höhlen sind wirklich wahnsinnig schön und irgendwie..unreal. Als krönenden Abschluss wartet dann ein live gespieltes Klassikkonzert auf dem unterirdischen See auf die Besucher. Die Musiker spielen auf Booten und alles ist nur punktuell beleuchtete..hach..

Ein Klassiker auf Mallorca ist außerdem die Fahrt zum Cap Formentor. Dabei handelt es sich um eine circa 30minütige Fahrt über die Serpentinen (Schwindelgefahr!) bis hin zu dem berühmten Leuchtturm. Während der Fahrt gibt es immer wieder Spots zum anhalten, nutzt das! Der Ausflug hat meiner Meinung etwas von „Der Weg ist das Ziel“, denn irgendwie ist die Fahrt viel aufregender und schöner, als das eigentliche Ziel. Tipp: Am Leuchtturm wird es sehr voll – Fahrt am besten also wirklich früh los, ansonsten kann es einige Zeit dauern, bis ihr wirklich „ankommt“ (Wir haben irgendwann umgedreht deswegen…)

Where to eat?

Bellaverde. Was? Genau. Das Restaurant Bellaverde ist wohl das schönste Restaurant, in dem ich jemals essen durfte. Es liegt in einer ruhigen Seitenstraße in Port de Pollenca, ist aber dennoch sehr zentral. Reserviert am besten vorher für euch einen Tisch, denn es ist wirklich jeden Abend ausgebucht. Das lohnt sich aber! Denn ihr esst unter einem wunderschön geformten Dach aus Feigenblättern. Die ganze Atmosphäre ist unglaublich harmonisch, freundlich und entspannend. Die Karte ist komplett vegetarisch und fast alle Rezepte sind auch als vegane Option verfügbar. Mir hat gefallen, wie liebevoll alles aufeinander abgestimmt war – und wie viel Spaß die Chefköchin beim arbeiten hatte. Und neben der Authentizität, ist es wirklich, wirklich lecker und wir sind mehr als satt geworden!

What’s up next?

Ich hoffe, ich konnte euch den grauen Montag etwas schmackhafter machen. Habt ihr Fragen, Anmerkungen, Liebespost? Ab in die Kommentare damit! 

 

Mallorca – Prt 1

Urlaub! Und wo?

Es war irgendwann im Dezember, als der Freund und ich anfingen wage und vor allem mit gehörigen Sonnendefizit nach Urlaub zu suchen. Sommerurlaub. Und zwar mit allem drum und dran – wir wollten Meer und leere Buchten, Natur und Ruhe und vor allem unseren ganz eigenen kleinen Ort nur für uns. Und das bestenfalls nicht verbunden mit drölftausend Flugstunden und ohne Massentourismus. Wo wir fündig wurden?
In Pollenca, einem kleinen Handwerksort unweit des Tramatuna Gebirges und den Buchten des mallorqinischen Nordens. Gesehen, circa 0.001 Sekunden überlegt, Gebucht.

Warum Mallorca?

Mallorca ist – entgegen allen altbekannten  Klischees – unfassbar vielfältig und wunderschön, solange man etwas Abstand zwischen sich und Ballermann & co bringt. Insgesamt verbrachten wir nur 3.5h mit der Anreise – mehr als die Hälfte davon im Flieger und die restliche Zeit im Mietwagen.

Airbnb?!

Mit Airbnb habe ich bis jetzt durchgehend gute Erfahrungen gemacht. So reiste ich schon quer durch England, wohnte in Paris aus purem Zufall in einem der angesagtesten Viertel und verbrachte über Silvester 5 wunderschöne Tage in Aarhus.
Außerdem: Ich bin sehr ungeduldig. Anstehen für essen? Nope. Winzige Hotelzimmer in denen man jedes Wort des Nachbarn hört? Nope Nope Nope. Für mich absolute Minuspunkte, wenn es um einen erholsamen Urlaub geht. Dazu kommt, dass ich sehr gerne koche – und  weiß, was in meinem Essen ist..

Whats up next?

Die Finca, Was macht man eigentlich so bei 35 Grad im Schatten? Und funktioniert Mallorca wirklich auch ohne Massenbunker (JA!)?

 

Hej!

Schön, dass du es hier her geschafft hast. Koch dir einen Kaffee, mach es dir gemütlich und bleibe doch gerne ein bisschen!

Denn heute geht endlich mein eigene kleine Herzensangelegenheit online – AhoiFrauSeemann! Seit Ewigkeiten habe ich überlegt, Pläne gemacht, sie finalisiert, dann doch wieder über den Haufen geworfen und nach ganz hinten in meinen Kopf abgeschoben.

Aber warum eigentlich nicht? 

Alles zieht so schnell vorbei, eben waren da noch die Neujahrsmotivation – jetzt erwische ich mich bei Herbstgedanken. Warum also nicht beginnen, die kleinen und großen, die schönen und frustrierenden Momente festzuhalten? Reflektieren, überdenken, diskutieren und neue Gedanken auf den Weg bringen? Später virtuell durch Erinnerungen stöbern, vielleicht schmunzeln und auch ein bisschen wehmütig werden – das stelle ich mir sehr schön vor..

Ich bin so gespannt, wie es hier weiter geht – begleite mich doch gerne dabei!